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ZDF-Doku: Bergung von Hitlers Falschgeld mit IBAK-Kamera

Einer der sicher spektakulärsten Aufträge von IBAK war die Falschgeldsuche im Toplitzsee im Juli 1959. Gegenwärtig zeigt eine Dokumentation in der ZDF-Mediathek, wie der vermeintliche Schatz mit Hilfe von IBAK-Unterwasserkameras gefunden und von Sporttaucher Herwig Hunger geborgen wurde. Nach einer historischen Einordnung der Geschehnisse schildert ab der 20 Minute Stern-Reporter Wolfgang Löhde seine Erinnerungen. Diese sind mit Originalaufnahmen untermauert, in denen der Einsatz der IBAK-Kamera zu sehen ist.

 

 

Auszug aus der IBAK-Firmenchronik zum Toplitzsee-Auftrag

Kurz nach Kriegsbeginn 1939 waren von englischen Flugzeugen gefälschte Lebensmittel- und Kleiderkarten über Deutschland abgeworfen worden, um damit die Versorgung zu stören. Aus diesem Grund fasste das Reichssicherheitshauptamt im Dezember 1939 den Beschluss, englische Banknoten zu fälschen und über England abzuwerfen, um die englische Währung zu schwächen und das Land in eine Inflation zu stürzen.

Im KZ Sachsenhausen mussten 144 Häftlinge in einer eigens von der SS eingerichteten Geldfälscherwerkstatt britischen Pfund-Noten für das "Unternehmen Bernhard" fälschen. Um nach dem Zusammenbruch im Jahr 1945 ihre Spuren zu verwischen, versenkten die Nazis kistenweise Falschgeld, Druckapparate und Akten im Toplitzsee im steirischen Salzkammergut. Der Stern-Reporter Wolfgang Löhde kam mit Augenzeugen in Kontakt und stellte Nachforschungen über den Verbleib des Falschgeldes an, die er in der die Serie "Geld wie Heu" im Stern veröffentlichte. Nachdem Bergungsversuche durch Taucher erfolglos geblieben waren, beauftragte Löhde die Firma IBAK, die Kisten mit Hilfe von Unterwasserkameras zu finden und zu bergen. Der Toplitzsee wurde zunächst von einem Ruderboot aus mit einem ATLAS-Echographen genau vermessen. Für den Einsatz der Unterwasser-Fernsehanlage wurde ein auf 24 leeren Ölfässern schwimmendes 4x6 Meter großes Holzfloß mit einer 2x3 Meter großen Schutzhütte angefertigt. Die verwendete Unterwasser-Fernsehkamera hing an der Floßkante senkrecht nach unten und verfügte über 100 Meter Kamerakabel sowie zwei Scheinwerfer mit je 1000 Watt Leistung. Der Seeboden wurde systematisch kreisförmig abgesucht, und am fünften Tag fand die IBAK-Crew (Helmut Hunger und sein damals 17-jähriger Sohn Herwig und IBAK-Entwicklungsleiter Erich Gülck) mit ihrem Unterwasser-Fernauge in 72 Meter Tiefe die erste Kiste, in der sich tatsächlich gefälschte 5-Pfund-Noten befanden. Mit Hilfe eines großen vor Ort angefertigten Greifers und der Hilfe von Sporttaucher Herwig Hunger konnten insgesamt 19 Kisten gehoben werden.7 Diese enthielten Papiere, Druckunterlagen und gefälschte Pfundnoten im Gegenwert von ca. 15 Mio. Euro.

 

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